FUTURE PAYMENT PLATTFORM
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Authentifizierung beim Bezahlen – Future payment hat begonnen
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Bezahlen wird immer innovativer und somit auch die Arten der Authentifizierung. Dies bedeutet, es gibt viele neue Technologien, mit denen bezahlt werden kann und welche die Identität des Zahlers überprüfen und bestätigen. Futurepayment.at hat sich auf Grund dieser Vielzahl an neuen Bezahlmethoden angesehen, welche Möglichkeiten der Authentifizierung für Bezahlvorgänge es gibt und wie wir in Zukunft bezahlen könnten.

Bezahlen mit Fingerprint
Der Fingerabdruck, so lernt man es bereits in der Schule, ist einzigartig. Bei der Einreise in die USA oder im Kontakt mit den Behörden wird er seit Langem zur Identifizierung herangezogen. Daher nutzt etwa auch Apple Pay dieses Merkmal zur Authentifizierung bei Bezahlvorgängen. Mit einer eigenen App können die User in über einer Million Geschäften in den USA und China per RFID-Technik (Radiofrequenz-Identifikation) kontaktlos bezahlen. Zur Authentifizierung wird der Fingerabdrucksensor genutzt, der mittlerweile standardmäßig in jedem iPhone eingebaut ist. Apple Pay ist somit wahrscheinlich das meistgenutzte Bezahlsystem, welches auf biometrischen Daten basiert.[1]

Zahlen mit Google
Vollkommen neu in dem Bereich ist das „Hands Free Payment“ mit der Google-App. So wie „Sesam öffne dich“ das Tor zur Schatzkammer der Räuberbande für Ali Baba geöffnet hat, basiert die Eintrittskarte zum Bezahlen im 21. Jahrhundert auf demselben Prinzip. Allerdings lautet die Zauberformel nun „Ich zahle mit Google“: Denn genau das muss der Kunde direkt am POS sagen – und sein Wille geschieht. Die Bezahlart, die über das Mobiltelefon und die darauf befindliche App abgewickelt wird, nützt Mobilfunkzellenortung, Bluetooth, WLAN und GPS-Ortung zur Identifizierung. Der Händler kann die Identität des Käufers anhand eines hinterlegten Fotos sowie der Initialen überprüfen und greift nicht auf die Kreditkartendaten zu. Google testet dieses System, das bei iPhone Nutzern ab dem 4s und bei Android-Usern ab dem Betriebssystem Jelly Bean 4.2 erhältlich ist, in South Bay, Kalifornien.[2]

Payment mit Stimmbiometrie
Das Bezahlen mittels Stimme in einer anderen Form, wird beispielsweise auch von Worldcore angeboten, der ersten EU-regulierten globalen Zahlungsplattform. Die Authentifizierung funktioniert mittels Stimmbiometrie (VoiceKey). VoiceKey kann sowohl für den Kontozugang als auch für die Bestätigung von Zahlungen genutzt werden. Dies ist eine kontaktlose und sichere Authentifizierungsmethode. Die Plattform analysiert Stimmen anhand von über 100 Parametern. Und so funktioniert das stimmgewichtige Bezahlen: Der User nimmt nach der Eröffnung eines Worldcore-Zahlungskontos einen Stimmenausdruck auf, indem er einen 3 bis 4 Sekunden langen Satz mit 10 bis 12 Silben spricht. Dies ermöglicht eine Stimmenanalyse. Sobald die Aufnahme des Stimmenausdrucks abgeschlossen ist, wird der Benutzer aufgefordert, den genehmigten Satz zu sagen, wenn er auf ein Konto zugreifen, beziehungsweise eine Transaktion bestätigen will – je nach den freigegebenen VoiceKey-Optionen. Auch ein nicht autorisierter Zugriff, zum Beispiel durch das Aufnehmen der Stimme, ist ausgeschlossen. VoiceKey gibt es derzeit auf Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Deutsch, Chinesisch und Koreanisch.[3]

Mit dem Venenmuster im Shop bezahlen
Viele Menschen wissen vermutlich nicht einmal, dass sie ein Venenmuster haben und schon gar nicht, dass man mit diesem bezahlen kann. Der Erfinder dieser Idee ist Joe Rice, dem in den 80er Jahren seine Geldbörse gestohlen wurde. Der Dieb tätigte mit seinen Karten unerlaubte Zahlungen, was Rice dazu antrieb einen Prototyp zu entwickeln, der mit Hilfe von Infrarot-LEDs und Photodioden das Venenmuster am Handgelenk eines Menschen authentifizieren sollte. Nun hat Joe Rice das Unternehmen Biowatch gegründet, das eine Armbanduhr entwickelt hat, unter deren Armband ein entsprechender Sensor platziert ist. Dieser Sensor durchleuchtet das Venenmuster des Trägers und vergleicht es mit einem hinterlegten Bild, wodurch die Authentifizierung beim Bezahlen erfolgt.[4]
 
Wenn das Herz für Geld schlägt
Das kanadische Unternehmen Nymi hat in Zusammenarbeit mit einem Kreditkartenanbieter ein Hightech-Armband entwickelt, das es dem User ermöglicht, mittels Herzschlag zu bezahlen. [5]Nicht nur der Fingerabdruck jedes Menschen ist individuell, sondern auch der Herzschlag. Genauer gesagt ist das Herzschlagmuster jeder einzelnen Person anders.

Bezahlen mit Nymi

Ein entsprechendes Armband in Verbindung mit Bluetooth und NFC, das eben dieses Herzschlagmuster hinterlegt hat, wird als Hilfsmittel für den kontaktlosen Bezahlvorgang genutzt. Sollte das Armband sich nicht mehr am Handgelenk des Users befinden, so ist dieses automatisch deaktiviert – und ein Missbrauch somit ausgeschlossen.[6]
 
Die Möglichkeiten der Authentifizierung kennen also kaum Grenzen und bargeldloses Bezahlen wird durch neue Technologien, von denen sehr viele auf Near Field Communications (NFC) basieren, immer sicherer.
  1. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/biometrische-verfahren-sicher-bezahlen-von-herzen-a-1080778.html
  2. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/biometrische-verfahren-sicher-bezahlen-von-herzen-a-1080778.html
  3. http://www.ecin.de/anbieter/meldung/20195-worldcore-bezahlen-und-authentifizieren-mittels-stimmbiometrie.html
  4. https://www.onlinehaendler-news.de/payment/22878-kurios-authentifizierung-bezahlen-venenmuster.html
  5. https://www.onlinehaendler-news.de/payment/18261-hightech-mastercard-bezahlung-herzschlag.html
  6. https://nymi.com/using_the_nymi_band
Foto: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/wp-content/uploads/2015/03/Unbenannt14.jpg
Titelbild: http://www.giga.de/smartphones/iphone-6/news/bezahlen-mit-dem-iphone-6-apple-ruestet-stores-auf/